Im Rahmen der sportmedizinischen
Leistungsdiagnostik spielen Belastungs - EKG und Lactatmessung eine
herausragende Rolle. Beide Untersuchungen in Kombination geben zuverlässig
Auskunft über die körperliche Leistungsfähigkeit bzw.
die augenblickliche Belastbarkeit und liefern Daten zur Trainingssteuerung
in der Sportmedizin.
Lactat wird im Muskel gebildet, wenn die Belastungsintensität ein
individuell vom Trainingszustand abhängiges Maß überschreitet.
Weniger gut trainierte Sportler /innen bilden schon bei niedrigeren
körperlichen Belastungen mehr Lactat als besser trainierte.
Mit zunehmender Lactatkonzentration wird der Muskel immer mehr übersäuert,
was auch subjektiv als unangenehm empfunden wird (schwere Beine..) und
die Muskelfunktion ab einem gewissen Grad hemmt, also letztendlich zum
Belastungsabbruch zwingt.
Das im Muskel gebildete Lactat wird in die Blutbahn abgegeben und kann
nach Blutabnahme an der Fingerbeere oder am Ohrläppchen gemessen
werden.
Bei der heute durchgeführten ergometrischen Belastung auf dem Fahrrad
wird so vorgegangen, daß die Belastungsintensität solange
gesteigert wird, bis Sie Ihre persönliche Leistungsgrenze erreicht
haben.; gleichzeitig werden der Puls und einige Male auch der Lactatspiegel
bestimmt. Somit erhalten Sie ein gutes Bild über Ihren aktuellen
Trainingszustand.