Es gibt zahlreiche Beispiele,
die beweisen, dass Sport einen positiven Einfluss auf die Krebserkrankung
hat. So haben beispielsweise der amerikanische Radsportprofi Lance Armstrong,
der schon öfter als Sieger aus der Tour de France hervorging, und
die weltbekannte Hürdenläuferin Ludmilla Enquist ihre Krebserkrankungen
mit Hilfe des Sports erfolgreich besiegt.
Um diesen positiven Effekt des Sports zu erforschen, wurden in den vergangenen
Jahren zahlreiche Studien durchgeführt. Grundsätzlich ist
der Wissenschaft daher bekannt, dass regelmäßiger Ausdauersport
folgende medizinischen Auswirkungen hervorrufen kann, die einen positiven
Einfluss auf die Krebserkrankung ausüben:
-Verbesserung des Immunsystems
-Veränderung des Hormonspiegels
-Zunahme des Kalorienverbrauchs
Wie das Institut für Morphologie und Tumorforschung, Köln
in dem Wissenschaftsmagazin "f.i.t" der Deutschen Sporthochschule
Köln berichtet, können diese Mechanismen dazu führen,
dass die Abwehr gegenüber Krebszellen gestärkt, ein ungünstiger
Spiegel der Sexualhormone vermieden - vor allem im Zusammenhang mit
Brustkrebs - und weniger Energie zum Wachsen von Tumoren bereitgestellt
werden kann.
Auch therapiebegleitend unterstützen Ausdauersportarten den Heilungserfolg.
Vor allem beim hormonabhängigen Brustkrebs gibt es Anzeichen dafür,
dass regelmäßiges Training eine Hormontherapie bei Brustkrebspatienten
optimal unterstützt.
In der Krebsnachsorge bieten sportliche Aktivitäten den Betroffenen
eine ideale Möglichkeit, um auch das psychische und physische Gleichgewicht
wiederherzustellen.
Quelle:
Wissenschaftsmagazin der Deutschen Sporthochschule Köln, 1/2002,
7.Jahrgang