Naturkosmetik -immer die
ganz natürliche, verträgliche Hautpflege?
Zahlreiche Verbraucher verlassen sich bei einem Kosmetikprodukt auf
Begriffe wie "natürlich", "frei von Konservierungsstoffen"
oder "auf rein pflanzlicher Basis".
Unter dem Dachbegriff "Naturkosmetik" werden Produkte angeboten,
die frei von chemischen Zusätzen sein sollen. Aber Naturstoffe
tierischen oder pflanzlichen Ursprungs sind keine reinen Substanzen,
sondern Gemische aus vielen Verbindungen.
Naturstoffe sind meistens sehr empfindlich und vergänglich. Und
ihre Abbauprodukte entsprechen oft nicht mehr dem, was man sich eigentlich
von dem Produkt versprochen hatte. Weil Naturstoffe unter anderem
für Bakterien- und Pilzbefall anfällig sind, müssen
sie sorgfältig
konserviert werden. Dies geschieht häufig durch ätherische
Öle, die eine gute antimikrobielle Wirkung haben. Dazu müssen
die Öle jedoch recht hoch konserviert werden. Dadurch entwickeln
manche von ihnen eine erhebliche allergene Wirkung. Meistens sind
deshalb synthetische Konservierungsstoffe notwendig, um Haltbarkeit
und Keimfreiheit der Produkte zu garantieren.
Pflanzliche Fette und Öle sind dem Körperfett ähnlich,
dringen gut in die Haut ein und reizen kaum. Komplizierter wird es
mit Kräutern, Blüten, Blättern, Früchten und Meeresalgen,
die Haut und Haar besonders sanft, hautverträglich und wirkungsvoll
pflegen sollen.
Doch Achtung!
Einige pflanzliche Inhaltsstoffe können allergische Hautreaktionen
auslösen; Rückstände von Autoabgasen, Pflanzenschutz-
oder Düngemittel erhöhen das Risiko.
Es gibt auch Hautschäden, die durch reine, natürliche Essenzen
hervorgerufen werden können, wenn diese auf der Haut mit Sonnenlicht
in Berührung kommen.
Beispielsweise können Sellerie, Zitrone oder Bergamotteöl
zu unerwünschten Hautreaktionen führen.