Unter Osteoporose versteht
man eine Veränderung der Knochenstruktur mit Verminderung des Kalksalzgehalts,
was zu einer vermehrten Knochenbrüchigkeit führt.
Betroffen sind meist Menschen über 60 Jahre, und zwar fast doppelt
soviele Frauen wie Männer.
Häufigste Symptome der Osteoporose sind Wirbelkörpereinbrüche
mit der Folge Buckelbildung und Verminderung der Körpergröße
sowie Schenkelhalsbrüche und Brüche des Handgelenks.
Diese Osteoporosefolgen verursachen erhebliche Kosten und sind für
die Betroffenen mit großen Schmerzen, Einschränkung der Lebensqualität
und evtl. sogar Lebensgefahr (Operation unter Narkose wg. Knochenbrüchen
bei alten Menschen) verbunden.
Ursache der Osteoporose sind erbliche Veranlagung, hormonelle Veränderungen
insbesondere im Alter, Stoffwechselstörungen, Medikamenteneinnahme
(z.B. Kortison) und Ernährungsmängel.
Dabei muss man berücksichtigen, dass bei jedem Menschen ab einem
Alter von 35 Jahren die Knochen an Substanz verlieren (jährlich
etwa 1% der Knochenmasse).
Wichtig ist deshalb die Vorbeugung der Osteoporose, die schon im Kindesalter
beginnt mit entsprechender Ernährung und Bewegung.
Der Körper benötigt eine calcium- und Vitamin D-reiche Kost,
um "Baumaterial" für den Knochen zu haben.
Calcium findet sich bevorzugt in Milch und Milchprodukten, bestimmten
Gemüsen (Brokkoli, Spinat, Grünkohl u.a.) und im Eigelb, Vitamin
D in Seefisch.
Die Bewegung ist notwendig, damit der Körper dieses Baumaterial
tatsächlich in die Knochen einbaut.
Je stabiler die Knochen in der Kindheit und Jugend aufgebaut werden,
desto besser ist die Ausgangssituation fürs Alter.
Trotzdem müssen auch ältere Menschen auf ausreichende Bewegung
und knochengerechte Ernährung achten.
Ist eine Osteoporose eingetreten, kann man mit verschiedenen Medikamenten
die Festigkeit der Knochen erhöhen, wobei die Basistherapie immer
Tabletten sind, die Calcium und Vitamin D enthalten.
Die wichtigsten Osteoporosemedikamente sind die sogenannten Bisphosphonate,
Raloxifen und Calcitonin. Über die Anwendung dieser Medikamente
muss immer der Arzt entscheiden.
Zusätzlich wichtig sind das Vermeiden von Stürzen und gegebenenfalls
eine Schmerztherapie.