Mit Beginn der warmen
Jahreszeit steigt das Bedürfnis, nach einem langen, kalten Winter
wieder möglichst viel Zeit im Freien zu verbringen. Dabei werden
die Kraft der Sonne und mögliche negative Auswirkungen nur allzu
leicht unterschätzt.
Die Wirkung der Sonnenstrahlung ist abhängig von unterschiedlichen
Faktoren, wie z.B.dem Sonnenstand - 2/3 der tgl.UV-Strahlung erreichen
die Erdoberfläche während etwa 4 Stunden um die Mittagszeit
- , Bestrahlungsdauer, Seehöhe, usw..
Eine große Rolle spielt aber auch die individuelle Empfindlichkeit
der betroffenen Personen.
So besteht die größte Gefahr von Strahlungsschäden bei
den Hauttypen I und II.Bei den Typen III - V wird das Risiko geringer.
Eine allgemein höhere Empfindlichkeit ist bei Kindern zu erwarten,
wo bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt die Entscheidung über
das Hautkrebsrisiko im Erwachsenenalter fällt.
Akutschäden könne vom sogenannten Sonnenbrand mit schmerzhafter
Rötung der Haut und Blasenbildung, Fieber, Brechreiz und Benommenheit
bis hin zum Hitzschlag mit Verwirrtheit, Benommenheit/Bewußtlosigkeit
und evtl.cerebralen Krampfanfällen reichen. Unter den Spätschäden
stehen vorzeitige Hautalterung und ein deutlich erhöhtes Hautkrebsrisiko
im Vordergrund.
Im Hinblick auf diese Risiken kommt der Vorbeugung eine entscheidende
Rolle zu.
Eine breite Palette von Sonnenschutzprodukten mit unterschiedlichen
Lichtschutzfaktoren bietet - bei sachgemäßer Anwendung -
die Möglichkeit einer wirksamen Prophylaxe, ebenso wie angemessene
Kleidung. Abhängig vom jeweiligen Hauttyp sollten auch unter Verwendung
der oben genannten Produkte die empfohlenen Expositionszeiten unbedingt
eingehalten werden.
Nicht zu vergessen ist auch der Einfluss bestimmter Medikamente (Antibiotika,
Barbiturate, Johanniskrautprodukte u.a.) und Kosmetika, die die Empfindlichkeit
der Haut gegenüber Sonnenlicht deutlich erhöhen können.
Sonne kann allerdings nicht nur Strahlenschäden verursachen, sondern
auch eínen Sonnenstich oder Hitzschlag auslösen.
Ein Sonnenstich entsteht durch längere Einwirkung von Sonne auf
den Körper, insbesondere auf den Kopf.
Der Sonnenstich äußert sich durch einen hochroten Kopf, Kopfschmerzen,
Schwindel, evtl. Nackensteifigkeit, Übelkeit, Erbrechen; im schlimmsten
Fall Bewußtlosigkeit.
Vorbeugen läßt sich dem Sonnenstich durch Aufenthalt im Schatten,
Meiden direkter Sonnenbestrahlung, eine Kopfbedeckung und kühle
Getränke.
Ist ein Sonnenstich eingetreten, muss der Betroffene im Schatten flach
gelagert werden und der Kopf mit feuchten, kühlen Tüchern
abgekühlt werden. Bei schwereren Fällen sollte unbedingt ein
Arzt alarmiert werden.
Ein Hitzschlag entsteht durch Einwirkung von Hitze und/oder Sonne bei
unzureichender Möglichkeit der Abkühlung und des Schwitzens,
z.b. bei hoher Luftfeuchtigkeit, bei Aufenthalt in stark überhitzten
geschlossenen Räumen (Auto).
Die Körpertemperatur steigt auf über 40 Grad und es kann zum
Kreislaufversagen und zum Tod kommen.
Auch beim Hitzschlag muß der Betroffene im Schatten abgekühlt
werden; man muss unbedingt die Schweißabsonderung ermöglichen
und sollte einen Arzt informieren.