Vergiftungsunfälle stellen
eine der häufigsten Notfallsituationen im Kindesalter dar.
Betroffen sind hier v.a. Kleinkinder, die nicht in der Lage sind, eventuelle
Gefahren durch Flüssigkeiten in bunten Flaschen, kleine bunte Pillen
o.ä. abzuschätzen.
Häufig sind vor allem Vergiftungen mit sog. Publikumsmittel (Spülmittel,
Lampenöl, Kosmetika etc.), Medikamente, Pflanzen usw.. Besonders
gefährlich sind hier Unfälle mit Medikamenten, Benzin o.ä.
und potentiell ätzenden Substanzen, wie Bleichlaugen, Desinfektionsmitteln,
Haushaltsreinigern.
Sinnvolle Erstmaßnahmen sind bei bewußtseinsklaren Patienten
v.a. die Gabe von Flüssigkeit (Verdünnungseffekt) bzw. Aktivkohle.
Bei der Flüssigkeitsgabe sollte nur Tee oder kohlensäurefreies
Wasser verwendet werden. Milch oder sonstige Getränke sind zu vermeiden.
Die Gabe von Aktivkohle ist nur in bestimmten Fällen sinnvoll und
wegen der großen zu verabreichenden Menge besonders bei Kindern
nicht unproblematisch.
In jedem Fall sollte eine Vorstellung bzw.Anfrage bei einem Arzt erfolgen.
Besonders sind hier die Giftnotrufzentralen zu erwähnen:
-Uni-Klinik Homburg 06841/162252 (oder 162846)
-Uni-Klinik Mainz 06131/232466 (oder 2322467)
-Berlin 030 /3023022 (oder 19240)