Langzeit-EKG

Gemeinschaftspraxis Wallerfangen
Hausärztliche Praxis Dres. med. Jutta Dick, Klaus Dick, Marcel Dutt u. Regina Ngobi-Dutt
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Zeckenbiss

Zeckenbisse und mögliche Folgen: FSME / Borreliose

Zecken können bestimmte Krankheiten übertragen; in Deutschland sind dies die Borreliose und die FSME-Erkrankung, wobei FSME nur in bestimmten Regionen vorkommt.
Gegen die FSME-Erkrankung kann man sich durch eine Impfung schützen; die Impfung muß 3mal mit bestimmten Zeitabständen erfolgen; der Impfschutz hält 3-5 Jahre an.
Gegen die Borreliose gibt es bisher noch keine Impfung; die Erkrankung läßt sich jedoch mit Antibiotika behandeln, wenn sie erkannt wird.
Deshalb: bei unklaren Beschwerden nach Zeckenbiss zum Arzt.
Die Borreliose kommt meist ca. 2-3 Wochen nach dem Zeckenbiß zum Ausbruch; zunächst tritt meist ein Ausschlag im Bereich der Bißstelle auf.
Dieser Ausschlag beginnt als roter Fleck mit welligem Rand und wird dann größer; man bezeichnet das als "Wanderröte".
Später kann eine Gelenkentzündung und / oder eine Nervenentzündung oder Hirnhautreizung bzw.-entzündung mit unklaren Schmerzen oder Lähmungserscheinungen hinzukommen.
Die Behandlung mit Antibiotika ist meistens erfolgreich.
Eine vorbeugende Behandlung mit Antibiotika nach Zeckenbiss wird derzeit nicht empfohlen.
Die anfängliche Rötung der Bissstelle direkt nach dem Zeckenbiss ist harmlos; sie entspricht der Reaktion auf andere Insektenstiche und heilt normalerweise folgenlos aus.
Die FSME-Erkrankung ist bisher im Saarland noch nicht aufgetreten.
Hauptinfektionsgebiet sind der Oberrhein, der Schwarzwald, Teile von Bayern, Odenwald, Donautal, Masuren und Südostschweden.
Meist verläuft die FSME-Erkrankung als Hirnhautentzündung oder Gehirnentzündung mit Kopfschmerzen und Lähmungen.
Eine spezifische Therapie gegen FSME gibt es derzeit nicht.

Allgemein sollten folgende Ratschläge befolgt werden:
1) Zecken sollten baldmöglichst nach dem Biß entfernt werden.
Deshalb sollte man den ganzen Körper nach Zecken absuchen, wenn man sich
im Freien aufgehalten hat, z.B. nach Spaziergängen,
2) Zecken fallen nicht (nur) von Bäumen, sondern krabbeln auch vom Boden
oder von niedrigen Pflanzen an den Beinen hoch. Deshalb: möglichst eine
lange Hose anziehen.
3) Zum Schutz vor Zeckenbissen kann man sich mit sogenannten Repellentien
(z.B.Autan) einreiben.
4) Zur Entfernung von Zecken: am besten mit einer Pinzette; Zecke mit einer
Drehbewegung aus der Haut ziehen.
Sollte der Kopf stecken bleiben, ist das kein Grund zur Beunruhigung; der
Kopf wird abgestoßen; die Infektionsgefahr ist dadurch nicht erhöht.
4) Vor der Zeckenentfernung sollte man keine Chemikalien wie Haarspray,
Nagellack, Leim oder Öl anwenden; durch diese Maßnahme würde sich
das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern erhöhen.