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Zeckenbisse und mögliche
Folgen: FSME / Borreliose
Zecken können bestimmte Krankheiten übertragen; in Deutschland
sind dies die Borreliose und die FSME-Erkrankung, wobei FSME nur in bestimmten
Regionen vorkommt.
Gegen die FSME-Erkrankung kann man sich durch eine Impfung schützen;
die Impfung muß 3mal mit bestimmten Zeitabständen erfolgen;
der Impfschutz hält 3-5 Jahre an.
Gegen die Borreliose gibt es bisher noch keine Impfung; die Erkrankung
läßt sich jedoch mit Antibiotika behandeln, wenn sie erkannt
wird.
Deshalb: bei unklaren Beschwerden nach Zeckenbiss zum Arzt.
Die Borreliose kommt meist ca. 2-3 Wochen nach dem Zeckenbiß zum
Ausbruch; zunächst tritt meist ein Ausschlag im Bereich der Bißstelle
auf.
Dieser Ausschlag beginnt als roter Fleck mit welligem Rand und wird dann
größer; man bezeichnet das als "Wanderröte".
Später kann eine Gelenkentzündung und / oder eine Nervenentzündung
oder Hirnhautreizung bzw.-entzündung mit unklaren Schmerzen oder
Lähmungserscheinungen hinzukommen.
Die Behandlung mit Antibiotika ist meistens erfolgreich.
Eine vorbeugende Behandlung mit Antibiotika nach Zeckenbiss wird derzeit
nicht empfohlen.
Die anfängliche Rötung der Bissstelle direkt nach dem Zeckenbiss
ist harmlos; sie entspricht der Reaktion auf andere Insektenstiche und
heilt normalerweise folgenlos aus.
Die FSME-Erkrankung ist bisher im Saarland noch nicht aufgetreten.
Hauptinfektionsgebiet sind der Oberrhein, der Schwarzwald, Teile von Bayern,
Odenwald, Donautal, Masuren und Südostschweden.
Meist verläuft die FSME-Erkrankung als Hirnhautentzündung oder
Gehirnentzündung mit Kopfschmerzen und Lähmungen.
Eine spezifische Therapie gegen FSME gibt es derzeit nicht.
Allgemein sollten folgende Ratschläge befolgt werden:
1) Zecken sollten baldmöglichst nach dem Biß entfernt werden.
Deshalb sollte man den ganzen Körper nach Zecken absuchen, wenn man
sich
im Freien aufgehalten hat, z.B. nach Spaziergängen,
2) Zecken fallen nicht (nur) von Bäumen, sondern krabbeln auch vom
Boden
oder von niedrigen Pflanzen an den Beinen hoch. Deshalb: möglichst
eine
lange Hose anziehen.
3) Zum Schutz vor Zeckenbissen kann man sich mit sogenannten Repellentien
(z.B.Autan) einreiben.
4) Zur Entfernung von Zecken: am besten mit einer Pinzette; Zecke mit
einer
Drehbewegung aus der Haut ziehen.
Sollte der Kopf stecken bleiben, ist das kein Grund zur Beunruhigung;
der
Kopf wird abgestoßen; die Infektionsgefahr ist dadurch nicht erhöht.
4) Vor der Zeckenentfernung sollte man keine Chemikalien wie Haarspray,
Nagellack, Leim oder Öl anwenden; durch diese Maßnahme würde
sich
das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern erhöhen. |